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Das Trachom, eine gefährliche Augenkrankheit

Das Trachom, wird von bestimmten Untergruppen der gleichen Chlamydien-Art verursacht, die auch Genitalinfektionen hervorruft.

Eine andere Art hingegen verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion und verursacht in den Industrienationen auch Erkrankungen der Atemwege, darunter Bronchitis und atypische Lungenentzündung; etwa zehn Prozent der nicht im Krankenhaus erworbenen Pneumonien sind ihr anzulasten.

Umstritten ist, ob diese Art auch etwas mit Arteriosklerose zu tun hat, die zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann.

Vorbeugende Impfstoffe bereiten bekanntlich das Immunsystem auf den fraglichen Erreger vor, sodass er im Ernstfall sogleich dagegen vorgehen kann. Bei einer Ansteckung mit Chlamydien könnte jedoch die entzündliche Komponente einer solchen Abwehrreaktion mehr schaden als nützen – gleichgültig, wo die Infektion stattfindet, im Genitaltrakt, an den Augenlidern oder anderswo im Körper.

Der Grüne-Star, Glaukom genannt

Mit Grüner Star oder Glaukom wird eine Gruppe von Erkrankungen bezeichnet, die zu irreversiblen Schädigungen von Sehnerv und Sehvermögen führen können.

Obwohl Glaukome mit zunehmendem Alter häufiger vorkommen, lässt sich noch nicht genau sagen, warum jemand auf diese Weise erkrankt. Beruf, Lebensgewohnheiten und Ernährung haben nach heutigem Kenntnisstand mit der Entstehung eines Glaukoms wenig bis nichts zu tun. Kurzsichtige sind tendenziell eher betroffen, zudem ist die Veranlagung zur Glaukom-Erkrankung erblich. Bei Betroffenen in der Familie sollte man den Augeninnendruck sowie den Gesundheitszustand des Auges generell regelmässig kontrollieren lassen (mindestens einmal pro Jahr).

Abgesehen vom akuten Glaukom verläuft diese Krankheitschleichend und in den allermeisten Fällen völlig schmerzfrei. Sie wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium als Sehverschlechterung bemerkt, da sie zunehmende partielle Ausfälle am Rand des Gesichtsfeldes bewirkt, die vom Gegenauge anfänglich kompensiert werden können. Unbehandelt kann ein Glaukom zum völligen Sehverlust führen!

Glaukom mit erhöhtem Augeninnendruck
Die Überwiegende Mehrheit aller Glaukomfälle sind mit einem erhöhten Augeninnendruck verbunden. Dieser Druck im Innern des Auges sorgt dafür, dass der Augapfel formstabil bleibt. Nun kann es vorkommen, dass das Kammerwasser im vorderen Augenbereich (eine Flüssigkeit, die den Bereich zwischen Linse und Hornhaut umspült und laufend neu gebildet wird) nicht oder nur erschwert abfliessen kann. Dieser Stau bläht den vorderen Augenbereich, was den Druck im Inneren des Auges erhöht und mittelfristig Schädigungen von Sehnervenfasern aus dem peripheren Bereich der Netzhaut mit sich bringt. Die Behinderung des Kammerwasserabflusses kann mit Medikamenten, in Ausnahmefällen auch operativ behoben werden.

Folgeschädigungen an Netzhautund Sehnerv sind hingegen irreversibel – eine Behandlung kann diese Entwicklung nur aufhalten oder verlangsamen. Auch bestimmte Medikamente haben Einfluss auf den Augeninnendruck. So haben Patienten, die wegen Rheuma oder Allergien über längere Zeit Kortison-Präparate einnehmen ein etwas häufigeres Glaukom-Risiko. Eine frühzeitige Erkennungdes Glaukoms ist daher sehr wichtig. Je früher die Behandlung einsetzt, desto geringer fallen die Auswirkungen aus.

Keratokonjuktivitis Sicca (trockene Augen)

Trockene Augen sind heute die häufigste Augenerkrankung.

Bekannt ist sie auch unter dem Namen Sicca Syndrom bzw. Dry Eye Syndrom.

Jeder 8. Europäer leidet unter trockenen Augen.
Beim trockenen Auge ist die Lipidschicht beschädigt oder gestört. Dadurch trocknen die Augen aus und das typische Kratzen und Brennen tritt auf. Die Tränenflüssigkeit ist für die Augen lebensnotwendig., diese ernährt und schützt das Auge vor schädlichen Keimen.

Die Gründe sind vielfältig, Bildschirmarbeit, Wechseljahre, Klimaanlagen, Kontaktlinsen, Umweltbelastungen, zu hohe Ozonwerte oder starke UV Belastungen. Aber auch unkorrigierte Fehlsichtigkeiten oder falsch angepasste bzw. unkontrolliert getragene Kontaktlinsen können trockene Augen auslösen.
Medikamente wie zum Beispiel die Antibabypille, Schlafmittel, Beruhigungstabletten und Betablocker schaden den Augen. Besonders Personen mit Schilddrüsenkrankheiten, Gefässerkrankungen und Rheuma sind für das trockene Auge sensibilisiert.
Bei vielen Frauen sind die trockenen Augen Hormonbedingt. Mehr als 50% aller Frauen über Fünfzig leiden am Sicca Syndrom.

Symptome beim trockenen Auge

  • Augenrötung
  • Fremdkörpergefühl
  • Kratzen
  • Brennen
  • Schleimabsonderung
  • Lichtempfindlichkeit
  • müde Augen
  • geschwollene Augen
  • Unverträglichkeit der Kontaktlinsen
  • Schmerzen bei Wind
  • Sand in den Augen
  • Bindehautrütung
  • Sehstörungen
  • geschwollenes Lid
  • Druckgefühl der Augen
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    Ein Besuch beim Augenarzt kann Abhilfe schaffen. Auch für Personen die einfach gelegentlich an trockenen und gereizten Augen leiden – zum Beispiel wegen Klimaanlagen in Verbindung mit Kontaktlinsen – gibt es etliche gute Nachbenetzungslösungen, sog. NaCl-Lösungen zur Selbstanwendung auf dem Markt.