Archiv von Nov. 2010

Benötige ich trotz Kontaktlinsen noch eine Brille?

Unsere Antwort vorweg: Ja, das ist unumgänglich!

Es gibt etliche Gründe warum Kontaktlinsenträger nicht ohne eine Brille leben sollten/können/dürfen!

Die gängigsten wollen wir Ihnen hier kurz aufzählen:

- gereizte und trockene Augen

Unsere Augen können schnell gereizt werden. So genügt schon ein längerer Aufenthalt in einem Klimatisierten-Raum. Hat man keine Nachbenetzungslösung (NaCl) bei sich um die Augen regelmässig zu befeuchten und den Tränenfilm zu ergänzen, leidet das Auge und spätestens am Abend zu hause sollte man die Kontaktlinsen durch die Korrekturbrille ersetzen!

- die Kontaktlinsenmaterialien

Die meisten Kontaktlinsenmaterialien auf dem Markt sind nach wie vor nicht für das “Dauertragen” der Kontaktlinsen ausgerichtet! Je nach Linsentyp sollten diese nach 8 bis 10 Stunden vom Auge genommen werden. Die wenigsten Linsenträger gehen dann sofort ins Bett :-)
Selbst mit den neusten Linsenmaterialien, den sog. Silikon-Hydrogel Kontaktlinsen, die bis 29 Nächte und 30 Tage auf dem Auge verbleiben sollen können, ist es stark empfehlenswert – aufgrund fehlender Langzeiterfahrung – diese zumindest einmal in der Woche vom Auge zu nehmen und die Augen “ruhen” und “druchatmen” zu lassen!

- Allergien, Pollenallergien

Verschiedene Allergien, darunter natürlich die weit verbreitete Pollenallergie sorgt immer wieder dafür, dass Kontaktlinsen zeitweise nicht getragen werden können! Neben sehr unangenehmen bisweilen gar unmöglichem Trageeffekt, können auch Augenschädigungen hervorgerufen werden! Die Zeiten der verschiedenen Pollenaktivitäten finden Sie hier im Überblick: Pollenallergie.ch

- Grippe, Grippalerinfekt

Die meisten von uns haben immer mal wieder eine Grippe, also einen Viraleninfekt. Die wenigsten wissen; hat man eine Grippe, gehören die Kontaktlinsen auf keinen Fall auf das Auge! Keime, resp. Viren können sich auf der Innenseite der Kontatlinsen ablagern und bleibende Schäden hervorrufen! Also in jedem Fall bei einer Grippe oder einem Grippenverdacht sofort Kontaktlinsen aus den Augen, Brille auf die Nase!

Dies sind nur einige der Gründe, warum Kontaktlinsenträger nicht auf eine Brille verzichten können… So sind auch die auf diesem Blog aufgeführten Augenkrankheiten meist ein Grund, um auf Kontaktlinsen verzichten zu müssen. Nur einer der Gründe, warum man seine Kontaktlinsen nur bei einem Fachmann einkaufen sollte! Auch in der Zeit des günstigen WWWs findet man solche fachkompetente Kontaktlinsen-Discounter und sollte nicht darauf verzichten! Hier kann man Sie auch nach dem Kauf beraten…

Das Trachom, eine gefährliche Augenkrankheit

Das Trachom, wird von bestimmten Untergruppen der gleichen Chlamydien-Art verursacht, die auch Genitalinfektionen hervorruft.

Eine andere Art hingegen verbreitet sich durch Tröpfcheninfektion und verursacht in den Industrienationen auch Erkrankungen der Atemwege, darunter Bronchitis und atypische Lungenentzündung; etwa zehn Prozent der nicht im Krankenhaus erworbenen Pneumonien sind ihr anzulasten.

Umstritten ist, ob diese Art auch etwas mit Arteriosklerose zu tun hat, die zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen kann.

Vorbeugende Impfstoffe bereiten bekanntlich das Immunsystem auf den fraglichen Erreger vor, sodass er im Ernstfall sogleich dagegen vorgehen kann. Bei einer Ansteckung mit Chlamydien könnte jedoch die entzündliche Komponente einer solchen Abwehrreaktion mehr schaden als nützen – gleichgültig, wo die Infektion stattfindet, im Genitaltrakt, an den Augenlidern oder anderswo im Körper.

Die Lidrandentzündung, Hordeolum oder “Urseli”

Eine akute Entzündung einer Lidranddrüse wird in der Fachsprache Hordeolum genannt. Im Volksmund hört man eher Begriffe wie “Urseli”, “Gritli” oder “Bibeli”.

Das Hordeolum:

Ein Hordeolum ist eine akute Infektion der Lidranddrüsen, die eine entzündliche und schmerzhafte Lidschwellung verursacht. Diese Krankheit ist relativ häufig und im Volksmund sind viele Bezeichnungen bekannt: Gritli, Urseli, Bibeli, Gerstenkorn. Meist heilt ein Hordeolum nach einigen Tagen spontan ab, indem sich der infizierte Drüseninhalt wie bei einem “Bibeli” nach aussen entleert. Gegebenenfalls können zur rascheren Einschmelzung trockene Wärme und zur Beseitigung der Infektion antibiotische Salben angewendet werden.

Schwere Komplikationen wie zum Beispiel eine Ausbreitung der Infektion sind glücklicherweise selten.
Wenn die Entzündung zur Ruhe kommt und hartes Drüsenmaterial im Augenlid verbleibt, spricht man vom Hagelkorn (Chalazion). Falls dieses Material stört, kann es mit einem einfachen Eingriff in lokaler Betäubung entfernt werden.

Bei häufigem Auftreten von Hordeola sollte eine mögliche Zuckerkrankheit ausgeschlossen werden.